Projekt

Operationen sind sowohl für den Patienten als auch für das Operationsteam stets beanspruchende Situationen. Zum Wohle des Patienten ist es erforderlich, die Operationsdauer möglichst kurz zu halten und Arbeitsabläufe (Workflow) und Arbeitsumgebung so auszulegen, dass Komplikationen (z.B. Infektionen, erhöhter Blutverlust) entgegengewirkt wird. Für ausgewählte Arbeitsabschnitte bieten Assistenzsysteme bereits heute eine Anleitung. Der Einsatz der unterstützenden Systeme bringt jedoch auch Nachteile mit sich: Die Bedienung der Geräte belastet den Operateur und sein Team parallel zur eigentlichen Aufgabe und die Eingabegeräte (z.B. Maus) können als nicht sterile Komponenten die Infektionsgefahr erhöhen.

Ziel ist ein aufmerksamer assistierender Operationssaal, der abhängig vom Workflow-Stand und dem Zustand des OP-Personals gezielt assistiert. Das OP-Team wird multisensoriell erfasst und die Daten mit einer formalen Beschreibung des Arbeitsablaufs abgeglichen, um den aktuellen Stand des Workflows abzuleiten. Unter Berücksichtigung alternativer Arbeitsabläufe wird den Nutzern situationsbezogen und proaktiv assistiert. Dabei passt sich das Assistenzsystem an den Zustand der zu unterstützenden Person an. Durch eine gesten- und blickbasierte Interaktion kann sich das Assistenzsystem in die natürliche Kommunikation zwischen den Teammitgliedern integrieren.